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Das war 1962

Erstmalig erscheint im Hamburger Leichtathletik-Verband ein Jahrbuch über die Leichtathletik-Saison in Hamburg. Damit ist es jetzt auch möglich, sämtliche Plazierungen bei Meisterschaften zu erwähnen. In den vorherigen Bestenlisten waren lediglich die Sieger vermerkt.

Herausragendes Ereignis für die Leichtathletik-Abteilung des HSV war die Europameisterschaft in Belgrad. Manfred Bock, der zum HLV-Sportler des Jahres gewählt wurde, kehrte mit der Bronzemedaille im Zehnkampf zurück.

Hamburg ist in diesem Jahr Ausrichter der 62. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Volksparkstadion. Augerechnet in diesem Jahr gelingt kein Deutscher Einzel-Meistertitel für einen Athleten des HSV. Nur der ehemlige HSV'er und Hamburger Rekordhalter im Speerwurf Hermann Salomon gewinnt in seiner Disziplin. Große Ehre für Karl Hein: ihm wird der Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis verliehen.

Die Bedeutung des HSV in der Leichtathletik macht auch der Gewinn der Deutschen Vereinsmeisterschaft deutlich. Mit 785 091 Punkten war der HSV in Deutschland in der DMM- und DJMM-Wertung führend. In ihren jeweiligen Altersklassen siegten die Frauen Altersklasse, die weibliche Jugend und die Schülerinnen A.


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Erwachsene

Manfred Bock heißt der Mann des Jahres im HLV und HSV. Mit 7835 Punkten gewann er bei den Europameisterschaften in Belgrad die Bronzemedaille im Zehnkampf. Das ist die erste internationale Medaille für einen Erwachsenen des HSV seit 1934. Bei den Deutschen Meisterschaften siegte er ebenfalls im Zehnkampf und konnte dabei 7.893 Punkte erzielen. Seine persönlichen Bestleistungen bis zum Jahr 1962: 100m: 10,8sec, Weitsprung: 7,01m, Kugelstoßen: 13,89m, Hochsprung: 1,90m, 400m: 48,6sec, 110m-Hürden: 14,7sec, Diskuswurf: 43,20m, Stabhochsprung: 3,90m, Speerwurf: 64,50m, 1500m: 4:21,4m, Zehnkampf: 7893 Punkte.

Doch nicht nur Manfred Bock startete bei den Europameisterschaften. Auch Wolfgang Klein wurde nominiert. Leider scheiterte er schon in der Qualifikation des Weitsprungs. Seine erzielten 7,36m reichten nicht für Vor- und Endkampf. Schade, denn mit seiner Jahresbestleistung von 7,69m wäre sicherlich mehr möglich gewesen.

Länderkampfeinsätze gab es für Manfred Bock in Indien, Wolfgang Klein in Frankreich (Halle), Großbritannien (Halle) und Italien, Hans-Joachim Blatt in Frankreich (Halle), Jutta Stöck in Polen und für Dieter Kehne bei einem Juniorenländerkampf in Polen. Der Hallenländerkampf in der Londoner Wembelyarena ist etwas ganz besonderes, denn es ist der erste Hallenländerkampf in der Geschichte der deutschen Leichtathletik. Die Kampfrichter fungieren im Smoking. Wolfgang Klein siegt dort übrigens überlegen im Weitsprung mit 7,70m.

Große Ehre für den Hammerwerfer Karl Hein (Jahrgang 1908) im Rahmen der Deutschen Meisterschaften im Hamburger Volksparkstadion. Ihm wird für seine herausragende sportliche Lebensleistung der Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis des Deutschen Leichtathletik-Verbandes verliehen. Karl Hein war 1936 Olympia-sieger und 1938 Europameister. Er wechselte 1952 zum HSV. Heute erinnert eine Gedenktafel auf der Hamburger Jahnkampfbahn an diesen großen Hamburger Leichtathleten.


Plazierungen 1962
/ Bestenlisten 1962

Karl Hein wird in diesem
Jahr mit dem Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis ausgezeichnet.
Manfred Bock auf dem Titelbild der "Leichtathletik". Mit 7893 Punkten gewinnt er bei den Europameisterschaften in Belgrad die Bronzemedaille im Zehnkampf. Mit 14,7sec über 110m-Hürden stellt Manfred Bock auch einen neuen Hamburger Hürdenrekord auf.


Jugend

Der mannschaftliche Höhepunkt war wieder der weibliche Jugend vorbehalten: Titelverteidigung bei den Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaften am 23. und 24. September in Berlin mit 18237 Punkten. In der Mannschaft starteten: Maike Brodmeier, Angela Draeger, Renate Dünnebeil, Bärbel Gloy, Gudrun Gülck, Heide Heyme, Sigrid Hüttenrauch, Sigrid Köhne, Hilke Krauel, Barbara Kreikenbohm, Birgit Martiensen, Karin Neumann, Monika Norden, Eileen Raschker, Jutta Rehder, Jutta Rudolph, Gaby Schultz, Eva Wierz, Karin Wöhlbrandt, Jutta Wolfsegger

Insgesamt stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Mannschaften. Die Mannschaften der männl. und weibl. Jugend B belegten in der Endabrechung der DMM-Werung jeweils Platz 2. Die beste Einzelplazierung bei der Jugend war der vierte Platz von Sigrid Hüttenrauch über 80m-Hürden bei den Deutschen Meisterschaften.


Plazierungen 1962 / Bestenlisten 1962

 

SchülerInnen

Was der weiblichen Jugend gelang, schafften auch die Schülerinnen A. Auch sie gewannen die Deutsche Mannschaftsmeisterschaften. Die Namen liegen leider nicht vor. Wem die Namen bekannt sein sollten, bitte eine e-mail schicken.


Bestenlisten 1962

 

Übersicht der Jahresberichte